Pray for the peace of Jerusalem

May they prosper who love you

- Psalm 122:6

8. April – Yom HaShoah – Holocaust-Gedenktag

Mit dem gestrigen Sonnenuntergang hat einer der düstersten Tage im Leben des israelischen Volkes begonnen….Yom HaShoah, der Tag des Holocaust-Gedenkens. An Yom HaShoah gedenken und trauern wir über die 6 Millionen Juden, einem Drittel der jüdischen Bevölkerung, die im Holocaust umgebracht worden sind……Und wir ehren die Überlebenden, indem wir ihr Leben feiern.

 

Nächste Woche feiern wir den Gedenktag für die Soldaten und die Opfer des Terrors,

Yom HaZikaron. Und einen Tag später folgt der Unabhängigkeitstag, Yom HaAzma’ut.

 

Ja, so kommen wir während der nächsten 8 Tage von Trauer zu Freude und Tanz, weil wir Gottes Treue feiern. Während dieser 3 ganz besonderen Tage haben wir Gottes Erfüllung Seiner Verheißungen gegenüber dem jüdischen Volk im Focus, der Wiederauferstehung und der Wiederherstellung Israels.

So, wie der Prophet Hesekiel es vorausgesagt hatte: Die trockenen Knochen wurden lebendig!!!

 

In den meisten Häusern zündet man eine ganz besondere Kerze an: Die Yahrzeit-Kerze.

Sie wird zum Jahrestag geliebter Menschen angezündet und brennt 24 Stunden lang. Bei mir zuhause habe ich auch 6 Teelichter zum Gedenken an meine Lieben angezündet.

 

Im ganzen Land stehen die Flaggen auf Halbmast und Restaurants und Vergnügungsstätten sind geschlossen. Das Fernsehen berichtet in der Hauptsache über diese schrecklichen Tage im Leben von so Vielen. Die Zeugnisse der Überlebenden sind sehr bestürzend, aber in der Regel sind sie auch ebenso ermutigend.

 

Die Feierlichkeiten beginnen um 8.00 Uhr abends mit der Kranzniederlegung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

 

Heute sind die Hauptfeierlichkeiten. Der Tag beginnt um 10.00 Uhr mit einem 2-minütigen Sirenengeheul.  Alles kommt zum Stillstand. Fußgänger bleiben plötzlich stehen, selbst auf vielbefahrenen Straßen halten die Busse an und selbst auf Hauptverkehrsstraßen fahren sie Autos an die Seite – dann stellen sich die Fahrer auf die Straße und neigen ihr Haupt.

 

Leider gibt es Menschen, die unter uns leben und Israel und die Juden hassen. Sie tun alles, Erdenkliche, um diese feierlichen 2 Minuten ins Lächerliche zu ziehen. So drehen sie z.B. mit ihren Motorrädern Kurven um die parkenden Autos. Das habe ich schon öfters beobachten können.

 

Der Präsident des Staates Israel, Reuven Rivlin, der Premierminister, Bibi Netanyahu, Würdenträger, Überlebende, Kinder von Überlebenden und deren Familien, kommen mit der breiten Öffentlichkeit zusammen, um an der Gedenkzeremonie teilzunehmen. Der Tag endet mit dem Anzünden von 6 Fackeln am Mahnmal des Warschauer Ghettos.

An diesem Erinnerungstag ist es bedeutsam, auch die vielen anderen zu erkennen und zu würdigen, die ebenfalls durch die Nazis gefoltert und umgebracht worden sind, wie z. B. jene

mutigen Männer und Frauen, die ihr Leben riskierten, oder dafür getötet wurden, weil sie versuchten, so viele Juden wie möglich, zu retten. Über diese mutigen Menschen wie z. B. Corrie Ten Boom und ihrer Familie, Dietrich Bonhoeffer, Schindler und Raoul Wallenberg.

Wenn du auf unsere Lunchtime-Prayer Website gehst, findest du Geschichten über Viele dieser kostbaren Menschen.

 

Hier ein Zeugnis von Gisela, die Teil unseres deutschen Übersetzungsteams ist:

Dieser Holocaust-Gedenktag ist für mich als Deutsche aus zweifacher Sicht sehr bedeutend,  denn während des 2. Weltkrieges kämpfte mein Vater als Soldat, und meine Mutter war Teil der „Hitler Jugend“. Ja, deshalb sind Gedanken und Erinnerungen an diese Zeit sehr persönlich und bedeutend für mich.

 

Aus historischer Sicht: 

Hitler behauptete, es gäbe starke und schwache Rassen. Er sah die Deutschen, da sie Arier seien, als stärkere Rasse an, die demzufolge über schwache Rassen herrschen müssten. Fachlich gesehen sind Arier keine Rasse, sondern mehr ein sozialer statt ein ethnischer Beiname. Ungeachtet dessen war Hitler dazu entschlossen, nicht nur die Juden, sondern auch andere Gruppen von Menschen zu vernichten, die er als minderwertig ansah. Und das bezog sich auch auf Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung.

So war ich war schockiert, als ich erfuhr, dass auch meine geliebte Oma, eine Deutsche, deren Rücken aufgrund eines Unfalls im Kindesalter zum Buckel gekrümmt war, ins Vernichtungslager abtransportiert werden sollte. Unvorstellbar!

 

Als ich darüber nachdachte, welch großes Leid das jüdische Volk in Deutschland während des Nazi-Regimes erfahren hat, wurde ich von einem großen Schuldgefühl überwältigt. Mir wurde bewusst, dass viele Deutsche tatenlos zusahen, was damals mitten unter ihnen vor sich ging. Es brach mir das Herz. Und so betete ich zu Gott und bat ihn unter heftigen Tränenströmen um Vergebung für das, was Deutsche den Juden angetan haben.

 

Aber, liebe Freunde, durch meinen Glauben an Jeschua verstand ich, dass Versöhnung nur dann beginnen kann, wenn wir heute den Dingen, die damals geschehen sind, erlauben, unsere Herzen zu berühren. Wir dürfen darüber nicht schweigen und müssen die Wahrheit ans Licht bringen, indem wir sie aussprechen, egal wieviel wir davon auch lieber verschweigen würden. Wir müssen eingestehen, dass wir an der Vernichtung des Jüdischen Volkes entweder beteiligt waren, oder geschwiegen haben. Wir müssen sie um Vergebung für alles bitten, was ihnen angetan worden ist. Es macht keinen Unterschied, ob unsere Vorfahren direkt daran beteiligt waren, oder ob sie einfach nur geschwiegen haben. Ihr Vertrauen in einen dämonisch motivierten Führer hat sie dazu veranlasst, seinen Lügen Glauben zu schenken.

 

Aus geistlicher Sicht:

Dieser Gedenktag soll uns daran erinnern, dass es das Bestreben Satans war, ist und sein wird, das jüdische Volk zu vernichten. Der Feind Gottes ist der Feind der Juden. Er ist fest entschlossen, die Erfüllung von Gottes Prophezeiungen in der Schrift (Sacharja 2, 10-12) zu verhindern. Diese Entschlossenheit ist der Grund, dass das Volk Israel in ständiger Bedrohung lebt.

 

Aber Gottes Bund mit seinem auserwählten Volk ist ein ewiger Bund.

Zudem ruft GOTT die Völker der Heiden dazu auf, ihnen Mitgefühl entgegenzubringen und die Wahrheit über sie auszusprechen. Unser Privileg und unsere Verantwortung  ist es, Freudenboten für sie zu sein und in der geistlichen Welt einen Stand für sie einzunehmen.

 

Jedoch können wir sie nicht trösten und ihnen Freude zusprechen, wenn wir ihnen nicht auch die Wahrheit mitteilen. Und die Wahrheit ist, dass extrem schwierige Zeiten noch vor ihnen liegen. Wir müssen die Wahrheit darüber aussprechen, was es heißt, wenn die Bibel von

„Jakobs Drangsal“ spricht. Jakobs Drangsal sind die letzten 3,5 Jahre der großen Trübsal, in denen Gott Israel dafür richten und bestrafen wird, dass es ihn über tausende von Jahren  abgelehnt und sich ihm widersetzt hat.

 

Gibt es also einen größeren Akt der Liebe und Wichtigkeit, als das Jüdische Volk darüber zu warnen, was noch auf es zukommen wird?

Joanie sagte schon des Öfteren: „Bitte liebt mein Volk nicht in die Hölle!“

Wir müssen sie so herzlich umarmen und lieben, dass wir ihnen Gottes Gnade zusprechen, die da lautet: Durch den Glauben an ihren Messias vergibt Gott ihre Sünden der Rebellion und versöhnt sich wieder mit ihnen.

 

Vermutlich sind dies die wichtigsten Bibelstellen, die wir mit unseren Jüdischen Freunden teilen sollten:

                                     3.Mose 17, 11

                                    Jeremia 31, 31-33

                                    Jesaja 52, 13 – 53, 12

 

 

BETE FÜR ANTEILNAHME AM LEID DES JÜDISCHEN VOLKES.

BETE GEGEN ERSATZTHEOLOGIE UND ANTISEMITISMUS.

BETE, DASS JESCHUA IHR HERZ BERÜHRT UND HEILT,

DAMIT SIE VERGEBEN KÖNNEN.

 

Yad Vashem The world Holocaust Remembrance Center